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Girls Take-Over - Exploring Kitzbühel
09.03.2017

Kitzbühel ist einer der geschichtsträchtigsten Wintersportorte, Geburtsstätte unzähliger Skirennläufer und –Läuferinnen und Heimat der gefährlichsten Abfahrt der Welt. Sollte das noch nicht Anreiz genug sein, warten noch zahlreiche Pistenkilometer, Freeride-Abfahrten und der Snowpark Kitzbühel auf leidenschaftliche Wintersportler. Freeskierin Lisi Gram und Snowboarderin Lea Baumschlager haben das Tiroler Ski-Mekka aus der Perspektive der wachsenden Gruppe weiblicher Freestylerinnen unter die Lupe genommen.

Als sich die beiden in aller Früh am Bahnhof treffen und sich auf den Weg zur Mittelstation der Panoramabahn II machen, hängt noch dichter Hochnebel zwischen den Gipfeln der Kitzbüheler Alpen. Immer wieder wird es kurz heller, Sonnenstrahlen dringen durch und verursachen kollektive hoffnungsvolle Blicke gen Himmel. Kurz vor Mittag klärt es auf, die Wolken verziehen sich und geben den Blick auf die schroffen Gebirgszüge des Wilden Kaisers frei.

Oben am Berg merken sie schnell den Beginn der Schulferien: Der 6er-Sessellift Hanglalm fährt mit seiner vollen Beförderungskapazität von rund 2600 Personen pro Stunde. Während der Fahrt nach oben überblicken sie alle drei aufeinander folgenden Parkbereiche – die Schwierigkeit steigert sich von oben nach unten. Von den Boxen zum Einstieg, über die Railsection, bis hin zur Kickerline im untersten Parkbereich – hier sammeln sich auch die meisten Gäste, ob zum Zuschauen, oder zum selbst springen.

An diesem Tag sind die unterschiedlichsten Gruppen im Snowpark: Kinder trauen sich mutig über die ersten Sprünge, begleitet von den Anfeuerungsrufen ihrer Eltern oder Skilehrer, und quietschen aufgeregt. Eine Gruppe britischer Freeskier fährt zum Eingang, am Rucksack Boxen befestigt, aus denen Hip-Hop schallt. Einer von ihnen steuert auf den Kicker zu, geht kurz in die Knie für mehr Speed und wirft sich im Backflip über den Table. „BAIL“, schreien ihm seine Freunde nach und lachen, als er Sekunden später doch mit erhobenen Armen hinter der Landung rausfährt.

Auch die restlichen Pisten und Lifte sind gut besucht – 215 Pistenkilometer mit 54 Liften stehen für ausgiebige Erkundungstouren zur Verfügung. Neben zahlreichen Backcountry-Routen und zwei Snowparks – Hanglalm und Horn – gibt es noch den wohl berühmtesten aller Kitzbüheler Gipfel: Den Hahnenkamm.

Jede der beheizten Gondeln trägt den Namen eines Skifahrers – denn wer einmal in Kitzbühel gewonnen hat, wird auf einer Kabine verewigt. Oben angekommen geht es direkt weiter über ein Förderband, bevor sie an der Kreuzung in Richtung Streif abbiegen. Die Familienabfahrt umgeht die drei schwierigsten Abschnitte der berühmt-berüchtigten Ski-Rennstrecke und schlängelt sich kurvenreich den Hahnenkamm nach unten. Auf halber Strecke liegt die Seidlalm, die diesen Winter nach einer Renovierung neu eröffnet hat. Bekannt ist sie vor allem, weil der ehemalige Skirennläufer und Schlagersänger Hansi Hinterseer dort aufgewachsen ist und sie Teil des Hahnenkamms ist – inklusive dem Seidlalm-Sprung, der während der Streif-Abfahrt bezwungen werden muss. Jetzt haben drei neue Pächterinnen die traditionsreiche Landwirtschaft und Gastronomie der Alm übernommen und über den Sommer ausgiebig restauriert. Damit ist die Alm wieder fest in weiblicher Hand.

Als Wirtin Verena eine klassische Tiroler Brettljause bringt, erzählt sie, welche Zutaten dazu gehören und wie die Bauernhöfe in der Nähe heißen, von denen sie ihre Produkte beziehen. Ihre Augen glänzen ein wenig, als Lisi sie nach dem Sommerbetrieb fragt – dann möchte sie auf der Alm wohnen, wo über die Sommermonate auch die Tiere aus der Landwirtschaft zu Gast sind.

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Frisch gestärkt stellen sich die beiden schlussendlich auch der Kickerline: Die Sonne ist inzwischen nach oben gewandert, aber die Absprünge liegen noch immer im Licht. Lea steht im Hang oberhalb des Parkeingangs. Sie zieht ihre Fäustlinge mit der Eulenstickerei zurecht, macht eine schwungvolle Drehbewegung, die in einem Indie-Grab endet und startet. Diese Bewegung wiederholt sie vor jedem Run. „So konzentriere ich mich“, erklärt Lea ihr Ritual. „Ich visualisiere den ganzen Bewegungsablauf, geh alles nochmal durch und dann starte ich.“ Ein kurzer Ollie bevor sie den ersten Kicker nimmt, zweimal einspringen, 360er über den dritten Kicker.

Während Lea wieder auf dem Weg nach oben ist, lässt Lisi ihren Blick über die Absprünge schweifen. Zwei Speedchecks hat sie schon gemacht, jetzt soll es ein 540 werden. „Eigentlich kann ich das schon als Trainingstag werten“, lacht sie und rückt ihren Helm zurecht. „Das wird die Contestline für die Sick Trick Tour Open werden, oder?“ Zu dem Zeitpunkt weiß sie es noch nicht, aber am Wochenende danach wird sie beim Slopestyle Contest im Snowpark Kitzbühel ihre Position als führende Freeskierin der QParks Tour erneut mit einem Sieg festigen. Sie wartet bis die Absprünge frei sind, stößt sich mit den Skistöcken ab und steuert auf die Kicker zu. Auch sie nutzt die ersten beiden Kicker zum Einspringen und visiert bei jedem Run den dritten und letzten der Line an.

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Die Zeit vergeht schnell – denn der Park ist lang und bietet auf dem Weg zu den Kickern viele andere Lines, die man mitnehmen will. Es wird dunkler, und als sie Richtung Talabfahrt fahren geht die Sonne langsam unter. Wo in der Früh noch Wolkendecken waren, leuchten jetzt Bergspitzen in letzter Abendsonne. Einige der Talabfahrten in Kitzbühel enden fast direkt im Ort, während der Bezwingung des Schlusshangs können sie schon von weiten Hütten und Apres-Ski-Lokale sehen.

Die Kitzbüheler Innenstadt glänzt, sobald die Dunkelheit einbricht. Überall Lichterketten und Beleuchtungen, die ein wenig an die Weihnachtszeit erinnern. Viele Gäste lassen in den zahlreichen Bars und Lokalen ihren Skitag bei stärkendem Abendessen und ein paar Getränken ausklingen. Noch ein Abschlussgetränk im legendären „Stamperl“, dann ist für Lea und Lisi der Tag zu Ende. Während das Partyvolk langsam aber sicher zu Hochform aufläuft, machen sich die beiden heute schon früher auf den Heimweg. Am nächsten Tag ist schönes Wetter mit jeder Menge Sonnenstunden angesagt – und da wollen sie nicht zu spät auf den Berg kommen.

Seht euch den Edit und alle Fotos vom Tag mit den Girls in Kitzbühel an. Alle Infos und News rund um den Snowpark Kitzbühel findet ihr auf www.snowpark-kitzbuehel.at und auf der Facebook Page, die besten Bilder direkt aus dem Park auf Instagram.

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